Abitur von der Zulassung bis zum Zeugnis bearbeiten
Geltungsbereich: Der beschriebene Ablauf mit vier Abiturfächern gehört zur bisherigen APO-GOSt. Für die Abgrenzung zur neuen Ordnung ab EF 2027/28 beachten Sie Prüfungsordnungen zuordnen.
Bearbeiten Sie Leistungsdaten, Kursmarkierung, Zulassung und Prüfungsergebnisse in der vorgesehenen Reihenfolge. Die Anleitung verbindet die Einzelbearbeitung mit den zugehörigen Gruppenprozessen.
Die folgenden Schritte führen durch die vollständige Abiturbearbeitung.
Dazu wird erläutert, welche Vorbereitungen für die Abiturberechnungen zu treffen sind, in welcher Reihenfolge die Berechnungen durchgeführt werden sollten und es wird auf mögliche Fehlerquellen hingewiesen.
Vom Aufbau her werden erst die Aktionen anhand des Reiters Schüler ➜ Abitur erklärt, so dass einzelne Schüler individuell bearbeitet werden. Dann wird auf die entsprechenden Gruppenprozesse verwiesen, mit denen die gesamte Q2 beziehungsweise die betreffenden Teilmengen, zum Beispiel Kurse, verarbeitet werden können.
Grundsätzlich läuft das Abitur wie folgt ab:
- Leistungsdaten der Q-Phase einsammeln
- Die in das Abitur einzubringenden und für die Zulassung relevanten Kurse markieren. Der Zentrale Abiturausschuss (ZAA) entscheidet basierend darauf über die Zulassung.
- Durchführen der Prüfungen und Eingeben der Prüfungsnoten
- Ansetzen eventuell notwendiger oder freiwilliger mündlicher Prüfungen in den drei schriftlichen Abiturfächern
- Endgültige Auswertung und Mitteilung der Ergebnisse und Druck der Zeugnisse
Die zum Abitur zugehörigen Gruppenprozesse.
Wichtig
Der Prozess wird für individuelle Schüler in Schüler ➜ Abitur durchgeführt.
Die jedem Schritt entsprechenden Gruppenprozesse finden sich unter Gruppenprozesse ➜ Abitur. Hierbei ist zu beachten, dass die Schaltfläche Abitur nur zur Verfügung steht, wenn im Schülercontainer ausschließlich die Q2 ausgewählt wurde.
Die Gruppenprozesse werden in jeweils einem eigenen Artikel erklärt. Alle Artikel zusammen geben auch ein Bild des Abiturdurchlaufs.
1. Leistungsdaten holen und Zulassungsberechnung
Leistungsdaten holen
Leistungsdaten holen liest die Leistungsdaten der Q-Phase ein. Liegt ein Fehler vor, wird ein Fehlerprotokoll angezeigt.
Sammeln Sie die Leistungsdaten der Q2.2 wie alle anderen Leistungsdaten rechtzeitig ein.
Der Prozess beginnt damit, dass über die Schaltfläche Leistungsdaten holen die Leistungen der Q-Phase im Reiter Abitur eingelesen werden.
Liegen Belegungsfehler vor, wird ein Fehlerprotokoll angezeigt.
Beachten Sie, dass in dieser Phase keine "echten" Belegungsfehler vorkommen dürfen, da an der Laufbahn nichts mehr zu ändern ist. Je nachdem, wie SchILD gepflegt wurde, kann aber eine Kurszuordnung falsch sein oder eine Note wurde noch nicht von der Fachlehrkraft geliefert und muss erst nachgetragen werden.
Beispiel
Prüfen Sie bei Belegungsfehlern zum Beispiel:
- Sind beide Leistungskurse versehentlich als LK2 eingetragen?
- Fehlt die Markierung eines Abiturfaches?
- Muss in Q2.2 eine Kursart von GKS auf GKM geändert werden?
- Fehlt noch eine Note der Fachlehrkraft?
Wichtig
Wenn noch etwas an den Leistungsdaten verändert wird, muss der Prozess Leistungsdaten holen erneut durchgeführt werden.
Bei den hier im Screenshot abgebildeten Leistungsdaten fehlten noch die Noten für den Zusatzkurs SW und den GK Geschichte.
Hinweis
Der zu diesem gehörende Gruppenprozess zur Verarbeitung der kompletten Q2 ist Leistungsdaten holen.
Facharbeitsthema erfassen
Tragen Sie das Thema der Projektkursarbeit händisch ein oder, wenn es erfasst wurde, klicken Sie auf Thema ermitteln.
Konsultieren Sie das Tutorial Thema von Projektkurs und Facharbeit erfassen, um Projektkurse und Projektkursarbeiten auf dem Abiturzeugnis auszugeben.
Wurde der Projektkurs mit dem Thema als Fachbezogene Leistungsentwicklung erfasst, lässt sich dieses Thema mit einem Klick auf Thema ermitteln in den Reiter Schüler ➜ Abitur übernehmen.
Kurse algorithmisch markieren
Bei den Leistungsdaten wurden die einzubringenden Kurse algorithmisch markiert, was an der türkisen Einfärbung zu erkennen ist.
Die Schaltfläche Kurse algorithmisch markieren markiert die Kurse, die ins Abitur einzubringen sind und die damit auch für die Zulassung relevant sind.
Liegen Belegungsfehler vor, werden diese in einem Protokoll angezeigt und bei diesen sind die Daten noch einmal zu betrachten. Üblicherweise liegen in solchen Fällen Fehler in der Eintragung der Daten in SchILD vor.
Markierte Kurse sind türkis hervorgehoben, nicht-markierte Kurse bleiben weiß.
Um die automatische Kursmarkierung von Hand zu ändern, doppelklicken Sie auf die jeweilige Punktzahl. So wechseln Sie zwischen einem markierten Kurs (türkis) und einem nicht markierten Kurs (weiß).
Die Prüfung der zweiten Fremdsprache kann unvollständig sein, wenn eine Person erst zur EF aufgenommen wurde und die Leistungsdaten der Sekundarstufe I fehlen. Prüfen Sie in diesem Fall die Vorzeugnisse oder anerkannte Nachweise. Halten Sie das Ergebnis anschließend mit 2. Fremdsprache in Sek. I manuell geprüft fest. Der Schalter ersetzt den erforderlichen Nachweis nicht.
Sind alternative Kurse einbringbar, versucht der Algorithmus, die aufgrund der vorliegenden Bewertungen den für den Schüler vorteilhafteren Kurs zu markieren.
Die Leistungskurse und beiden Abiturfächer sind farblich hervorgehoben.
Wichtig
Die automatische Prüfung über Software ist als Unterstützung ohne Gewähr zu verstehen. Die Verantwortung für die rechtliche Korrektheit und die konkrete Kursauswahl obliegt den verantwortlichen Personen und dem ZAA.
Hinweis
Der Gruppenprozess hierzu ist Kurse algorithmisch markieren.
Zulassung berechnen
Bei den Leistungsdaten wurden die Kurse algorithmisch markiert und die Zulassung wurde berechnet. Das Ergebnis steht unten im Block I. Als erster Eintrag im Block II steht, ob die Zulassung zur Abiturprüfung besteht.
Im Anschluss wird basierend auf den markierten Kursen die Zulassung berechnet. Klicken Sie auf Zulassung berechnen.
Hierzu fließen die die Punkte der Halbjahresnoten in einfacher Wertung beziehungsweise zweifacher Wertung für die LKs mit ein. Für die Leistungskurse und das schriftliche Abiturfach wird der Durchschnitt berechnet.
Entsprechend der Vorgaben der APO GoSt werden die Defizite im GK und LK mit einbezogen.
Die Ergebnisse finden sich im Block I. Am Ende wird die Zulassung zu Beginn des Blocks II ausgegeben.
Wichtig
Beachten Sie bitte auch hier den Charakter der Software als Werkzeug zur Unterstützung. Für die Korrektheit der Berechnungsgrundlagen und der Berechnungen darf keine Gewähr angenommen werden.
Hinweis
Der hier für die gesamte Gruppe durchzuführende Gruppenprozess ist als Abitur-Zulassung berechnen bezeichnet.
Hier im Feld Block II wird unter Zulassung neben den automatisch berechneten Ja und Nein auch ein Rücktritt von der Abiturprüfung vermerkt.
2. Prüfungsergebnisse und Bestehen bearbeiten
Eintragen der Prüfungsergebnisse und Gesamtergebnis berechnen. In diesem Fall findet sich das positive Ergebnis in Block II: Bestanden.
Die zweite Phase der Abiturberechnungen findet statt, sobald die Prüfungsergebnisse der schriftlichen und mündlichen Prüfungen vorliegen.
In der Regel liegen die mündlichen Ergebnisse zuerst vor und können auch direkt eingegeben werden. Danach folgt die Eingabe der Ergebnisse der schriftlichen Prüfungen.
Öffnen Sie Gruppenprozesse Abitur → Prüfungsergebnisse eingeben. Die dortigen Sortier- und Filtermöglichkeiten unterstützen die Eingabe. Das Vorgehen erläutert Abiturprüfungsergebnisse gruppenweise eingeben.
Ein Klick auf Gesamtergebnis berechnen führt dazu, dass die Spalte Zw. St. (Zwischenstand) ausgefüllt wird, weiterhin wird der Block II berechnet und das Gesamtergebnis wird anzeigt. Unten rechts ist zu sehen, ab welcher Gesamtpunktsumme das nächste Zehntel in der Abiturnote erreicht werden würde.
Die Prüfungsleistungen sind für das Bestehen nicht ausreichend. Es werden mündliche Prüfungen in den schriftlichen Fächern angesetzt. Hier fällt die Entscheidung, mit A1 und A2 zu beginnen, da ein Verbessern eines der Defizite hinreichend zum Bestehen wäre und schaffbar erscheint.
Sind die Ergebnisse der vier Abiturprüfungen eingegeben, können mündliche Prüfungen in den drei schriftlichen Fächern A1 bis A3 angesetzt werden. Hierbei stehen zwei Optionen zur Verfügung
- MBP kennzeichnet eine mündliche Bestehensprüfung, die nach dem aktuellen Berechnungsergebnis zum Bestehen benötigt wird. Berechnen Sie das Gesamtergebnis nach jeder solchen Prüfung erneut. Je nach Ergebnis können weitere Prüfungen entfallen oder sich die noch erforderlichen Punktzahlen ändern.
- MFP: Freiwillige Meldung zu einer Prüfung
Hinweis
Die drei hier relevanten Gruppenprozesse sind
- Prüfungsergebnisse eingeben,
- Mündl. Prüfungen A1-A3 festlegen und
- Gesamtergebnis berechnen,
wobei die mündlichen Prüfungen häufig auch in der individuellen Betrachtung der jeweiligen Ergebnisse gesetzt werden.
Bei der Verwendung der Gruppenprozesse wird in einer Textdatei ausgegeben, welche Schüler zusätzliche Prüfungen ablegen müssen.
Sollte bei einem Schüler doch noch eine Note im ersten bis dritten Abiturfach fehlen, wird "Abiturergebnisse unvollständig" als Warntext ausgegeben. Die gleiche Meldung wird ausgegeben, wenn das Abitur noch nicht bestanden ist, aber weiterhin - eventuell noch nicht angesetzte - mündliche Prüfungen möglich sind.
Die festgesetzten Prüfungen können dann unter dem Karteireiter Schüler ➜ Abitur eingesehen werden.
In der Spalte MP RF (Reihenfolge der mündlichen Prüfungen im 1. - 3. Fach) muss die Reihenfolge der Prüfungen festgelegt werden, in der sie stattfinden sollen.
Tipp
Setzen Sie die Prüfung zuerst an, in der es am wahrscheinlichsten erscheint, dass viele Punkte relativ zu dem bisherigen Prüfungsergebnis erreicht werden können.
Tragen Sie nun bei den individuellen Schülern die mündlichen Prüfungsergebnisse mit ihrem Bekanntwerden ein und berechnen Sie jeweils oder per Gruppenprozess das Gesamtergebnis neu.
Über die Druckausgabe und das passende Formular können im Anschluss die Informationen für die Fachprüfungsausschüsse ausgedruckt werden.
Wichtig
Ein erneutes Ausführen der Prozesse, mit denen Leistungsdaten geholt, Prüfungen eingetragen oder das Gesamtergebnis berechnet wurden, können zum Überschreiben schon vorhandener Prüfungsdaten oder manuell eingetragener Prüfungsrücktritte führen.
Dies ist besonders bei den Gruppenprozessen zu beachten. Somit ist mit dem Eintritt der Prüfungsphase mit dem Eintragen der normalen Prüfungsergebnisse vom Ausführen der Gruppenprozesse abzusehen.
Achtung
Auch das Berechnen des Gesamtergebnisses ist als softwaregestützte Unterstützung ohne Gewähr zu verstehen.
3. Nachbereitung und Zeugnisdruck
Kontrollieren Sie die Sprachenfolge. Tragen Sie dann ein, ob ein Latinum (Graecum, Hebraicum) erreicht wurde, und berechnen Sie die Referenzniveaus.
Verwenden Sie hierzu die passenden Gruppenprozesse in der Gruppe Abitur.
Hinweis
Denken Sie daran, dass die Sprachenfolge eigentlich vor dem Abitur überarbeitet werden musste und die Verwendung der Gruppenprozesse zum Verändern der Sprachenfolge eventuell wieder Fehler erzeugen könnte. Mit den Gruppenprozessen für Latinum, Graecum und Hebraicum werden Qualifikationen manuell eingetragen; wählen Sie nur Personen aus, deren Erwerbsvoraussetzungen zuvor geprüft wurden.
Verwalten Sie nun die Schüler, indem Sie Abschluss- und Abgangsdaten setzen, dann Abiturzeugnisse für die Bestehenden und Abgangszeugnisse für die Abgänger drucken und ausschulen.
Tipp
Beachten Sie hier die Bekannten Fehler beim Druck von Abgangs- und Abschlusszeugnissen aus dem Artikel zum Zeugnisdruck.
Schüler, welche die Q2 an Ihrer Schule wiederholen möchten, bekommen ihre Leistungsübersicht gedruckt.
Nutzen Sie sofern noch nicht geschehen abschließend den Gruppenprozess Abitur ➜ Abitur-Jahr setzen (für Statistik), um den Abiturprozess abzuschließen und die Schüler für die Statistik und den Export der Abiturdaten korrekt zu erfassen.
Richtig – Fertig
Kontrollieren Sie die formalen Daten auf Zeugnisse ein letztes Mal auf Fehler, Stichprobenkontrollen sind mitunter nicht ausreichend.
Der Abiturprozess ist abschlossen.






